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Ätherische Öle, Qualität, Gewinnung : eBay-Ratgeber

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Was sind ätherische Öle?


Ätherische Öle sind rein pflanzliche, hochkonzentrierte Essenzen. Es sind keine so genannten gebundenen Öle wie z.B. das bekannte Sonnenblumen-, Mandelöl oder Olivenöl. Ätherische Öle werden in kleinen Drüsen gebildet, die sich an unterschiedlichen Teilen einer Pflanze befinden:

  • in den Wurzeln (z.B. Ingwer, Iris, Vetiver ...)
  • in der Rinde (z.B. Zimt ...)
  • im Holz (z.B. Zeder, Sandel ...)
  • im Harz (z.B. Benzoe, Myrrhe, Styrax ...)
  • an den Blättern (z.B. Eukalyptus, Melisse, Lemongras ...)
  • in den Blüten (z.B. Jasmin, Rose ...)
  • in den Schalen (z.B. Orange, Grapefruit, Zitrone ...)

Das Wort "ätherisch" hat seinen Ursprung im Griechischen: "aither" bedeutet in etwa "die obere, feinere Luft, das Glühende". Es sind flüchtige Substanzen, die Konzentrate der jeweiligen Pflanzen - die "duftenden Seelen der Pflanzen".

Aufnahme der ätherischen Öle über die Haut




Ätherische Öle können von den physiologischen Eigenschaften der Haut her sehr leicht in diese eindringen. Sie gelangen durch die Haut bis zur Interzellularflüssigkeit und weiter in das Lymphsystem. Von dort werden sie in den Blutkreislauf aufgenommen. Den ätherischen Ölen sind damit Bereiche des Körpers zugänglich, die Medikamente nur mit erheblichen Nebenwirkungen erreichen können. Allein schon auf der Hautoberfläche wird die desinfizierende, antiseptische und wundheilende Eigenschaft der ätherischen Öle deutlich: Warzen, mit Thuja- oder Zitronenöl behandelt, bilden sich schnell zurück. Gibt man auf eine Brandwunde oder einen Insektenstich sofort Lavendelöl, entstehen keine Schwellungen und Schmerzen. Schlecht heilende Wunden mit Salbei oder Thymian behandelt, klingen rasch ab. Cajeput- oder Lavendelöl bei Pickeln angewandt, führen zu einer spürbaren Verbesserung des Hautbildes.

Für die Aufnahme der ätherischen Öle durch die Haut gibt es mehrere Möglichkeiten: Ätherische Öle mit fetten Ölen gemischt, als Körper- und Massageöl, als aromatisches Bad und als Dampfbad. Für Körper- und Massageöl verwendet man am besten kaltgepresste fette Öle wie Mandel, Jojoba- und Weizenkeimöl, unter Zugabe von etwa 2 - 3 % ätherischem Öl (= ca. 2 - 3 ml ätherisches Öl auf 100 ml Basisöl, wobei 1 ml ätherisches Öl etwa 20 Tropfen sind).

Besonders effektiv ist die Wirkung der ätherischen Öle, wenn das Körperöl zur Massage benutzt wird. Durch die entspannende Wirkung der Massage öffnen sich Körper und Seele noch stärker den heilsamen Essenzen.

Ähnlich wirken die ätherischen Öle bei den aromatischen Bädern. Durch die wohlige Entspannung des Körpers im warmen Wasser erhöht sich die Aufnahmebereitschaft für die ätherischen Öle. Zur Bereitung eines aromatischen Bades ist zu bedenken, dass Wasser und ätherisches Öl keine Verbindung miteinander eingehen. Dazu bedarf es eines Emulgators. Hierbei bieten sich Honig (mind. 1 Teelöffel), Sahne (1/2 Becher), Molke und Vollmilch (125 ml) an. Geben Sie für ein Vollbad bis zu 10 Tropfen ätherisches Öl zu einem dieser natürlichen Emulgatoren hinzu und verrühren alles im eingelassenen Badewasser.

In der Aromatherapie gilt als allgemeine Regel, dass ätherische Öle am besten nur äußerlich und verdünnt als Heilmittel angewendet werden. Aufgrund ihrer hohen Konzentration können sie in unverdünnter Form Haut, Schleimhäute und Magenwände reizen oder schädigen. Diese Regel scheint sogar auf gewisse Weise von der Natur angelegt zu sein, da sich ätherische Öle mit Trägerölen und Salben für die äußerliche Anwendung gut mischen und dann durch die Haut oder beim Verdunsten über die Atemwege vom Körper aufgenommen werden. Beim Einatmen können sie Stimmung und Gefühle beeinflussen und gleichzeitig physiologische Veränderungen hervorrufen.

Bei diesen umrissenen Richtlinien gibt es natürlich auch Ausnahmen. Viele Nahrungsmittel und Getränke, die wir täglich zu uns nehmen, enthalten, wenn auch in kleinsten Mengen, ätherische Öle. Pfefferminzöl finden wir in vielen alkoholischen und alkoholfreien Getränken, in Konfekt und wohlschmeckender Fertigkost.

Die ätherischen Öle der Minzen werden beispielsweise von der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie ausgiebig für Zahnpasten, Hustenmittel, Erkältungsmittel wie auch als Duftkomponenten in Seifen und Cremes, Lotionen, Toilettenwässern und Parfüms verwendet.



Aromatherapie und Qualität


Eine gute Qualität für den Einsatz in der Aromatherapie ist sehr wichtig, damit die gewünschten Erfolge erzielt werden. Für den Laien ist es nicht einfach im breiten Angebot eine gute Qualität zu erkennen. Oft findet man auf dem Markt Öle, die gestreckt oder minderwertig sind und trotzdem als reines ätherisches Öl bezeichnet werden. Folgende Merkmale sollten mindestens auf dem Etikett angegeben sein:

  • Der deutsche und unbedingt auch der botanische (lateinische) Name der Pflanze (Stammpflanze) um Verwechslungen mit anderen, ähnlichen Pflanzen zu vermeiden,
  • die Anbauweise der Pflanze: Konventioneller Anbau, Wildsammlung (WS), biologischer Anbau (BIO) oder kontrolliert biologisch (kbA)
  • das Herkunftsland: Ein Ingweröl aus Sri Lanka beispielsweise, ist deutlich intensiver als das aus China
  • Angabe des Pflanzenteiles aus dem das Ätherische Öl gewonnen wurde: Blatt, Frucht, Holz, Wurzel etc.
  • die Gewinnungsart: Wasserdampfdestialltion (WDD), Extraktion (hier wäre die Angabe des Lösungsmittels z.B. Hexan oder Alkohol wünschenswert), Auspressen der Schalen etc.
  • Hinweis auf Rückstandskontrolle (z.B. bei der Extraktion mit Hexan)
  • der Inhalt in ml/g
  • Gefahrenhinweise (R- und S-Sätze)
  • Anschrift mit Telefonnummer des Lieferanten/Abfüllers.


Erläuterung der Analysenmerkmale


Organoleptische Prüfung

Bei dieser Prüfung wird ein Ätherisches Öle auf seine Identität wie

  • Duft
  • Geschmack
  • Farbe/Aussehen
  • Konsistenz
geprüft und dokumentiert.


Physikalische Prüfung

Bei der Prüfung der physikalischen Kenndaten wird
  • das spezifische Gewicht (Dichte)
  • der Brechungsindex (Refraktion)
  • die optische Drehung (Polarisation)
  • die Löslichkeit in Alkohol
geprüft und dokumentiert.

Gaschromatografische Prüfung

Die Gaschromatografie bestimmt und dokumentiert die Wirk- und Inhaltsstoffe eines Ätherischen Öles. Diese Dokumentation ist das Analysen-Zertifikat.

Schadstofffreiheit

Die Prüfung auf Schadstofffreiheit, vor allem auf Lösungsmittelrückstände, die bei der Extraktion mit Hexan entstehen.



Die von uns gelieferten Ätherischen Öle sind 100% naturrein - d. h.:

  • Sie enthalten keine synthetischen Zusatzstoffe
  • sie bestehen ausschließlich aus dem Öl der angegebenen Stammpflanze
  • sie sind naturbelassen und nicht verändert
  • sie werden nicht mit Teilen anderer bzw. billigerer Öle gestreckt



Gewinnung der Ätherischen Öle



Die Pflanzen, aus denen Ätherische Öle gewonnen werden, werden uns von der Natur geschenkt. Ätherische Öle werden aus der gesamten Pflanze, eines Pflanzenteiles wie Blüten, Blättern, Wurzeln, Zweigen, den Früchten, des Holzes etc. der genannten Stammpflanzen durch eine der nachfolgenden Arten gewonnen.


Wasserdampfdestillation

Am weit verbreitetsten ist die Wasserdampfdestillation. Bei diesem Verfahren werden die flüchtigen und wasserunlöslichen Teile einer Pflanze isoliert. Hierbei wird der Wasserdampf durch das zerkleinerte Pflanzengut geführt. Der Wasserdampf löst das ätherische Öl aus dem Pflanzengut, wird durch eine Spirale geleitet, die sich in kaltem Wasser befindet und der Inhalt dadurch abgekühlt wird. Aus dieser Spirale läuft nun das Wasser zusammen mit dem Ätherischen Öl in einen weiteren Behälter. Da wasserdampfdestillierte Öle nicht wasserlöslich sind, können sie nun leicht abgeschöpft werden. Nach der Destillation von beispielsweise Pommeranzen, Rosenblüten, Pfefferminz erhält man das entsprechende "Blütenwasser", welches u. a. in der Kosmetikherstellung verwendet wird.

Auspressen der Schalen

Diese Methode wird gewöhnlich bei den Zitrusfrüchten angewandt wie z. B. Orangen, , Mandarinen, Zitronen, Bergamotten und Limetten. Die Schalen werden so lange gedrückt und gepresst, bis die Öldrüsen, die das ätherische Öl enthalten, platzen. Diese entstandene Flüssigkeit erfährt noch eine Destillation bzw. Filtrierung.

Concrète

Concrètes werden aus pflanzlichen Rohstoffen wie Rinden, Blüten, Blätter, Kräutern oder Wurzeln gewonnen. Die ätherischen Öle werden mit Kohlenwasserstoff-Lösungsmitteln entzogen statt durch Destillation oder Auspressen. Dieses Verfahren ist nötig, wenn das ätherische Öle durch heißes Wasser oder Dampf beeinträchtigt würde wie dies z.B. bei Jasmin der Fall wäre. Jasmin liefert einen besonders feinen Duft. Der Rückstand nach Verdunstung des Lösungsmittels ist gewöhnlich fester und von wächserner, nicht-kristalliner Beschaffenheit.

Die meisten Concrètes enthalten ungefähr 50% Wachse und 50% flüchtige Öle wie Jasmin. In seltenen Fällen, wie bei Ylang Ylang, ist das Concrète flüssig und enthält ca. 80% Essenz und 20% Wachs. Der Vorteil eines Concrètes besteht darin, dass es stabiler und konzentrierter ist als reines ätherisches Öl.


Absolue

Das Absolue wird aus dem Concrète in einem zweiten Lösungsverfahren mit reinem Alkohol gewonnen. Ein Absolue wird gewöhnlich mehrmals mit Alkohol behandelt. Dieses Verfahren, bei dem der Alkohol durch Verdampfung zurück gewonnen wird, erfordert am Schluss einen leichten Unterdruck.


Dieser Ratgeber befindet sich in  Bearbeitung.


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Ratgeber-Nr.: 10000000004583781Ratgeber erstellt am: 19.10.07 (aktualisiert 12.01.11)

 
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