Immer wieder wird die Frage gestellt, was der Unterschied zwischen einem Niedertemperaturkessel und einem Brennwertkessel ist. Ebenso die Frage nach der möglichen Energieeinsparung. Hier die Antwort:
Beide Varianten gibt es für die Brennstoffe Gas oder Heizöl.
Ein neuer Niedertemperaturkessel kann im Bereich 40-90 °C Kesselwassertemperatur witterungsgeführt gleitend gefahren werden und hat Abgastemperaturen von ca. 140-180 °C, entsprechend einem Abgasverlust von ca. 5-8 %.
Niedertemperaturkessel finden Sie hier
Ein Brennwertkessel kann in der Regel vollgleitend gefahren werden, also wie ein sogenannter Tieftemperaturkessel auch ohne untere Temperaturgrenze, hat aber nur Abgastemperaturen von etwa 30-60 °C, entsprechend einem Abgasverlust von 1-3 %.
Zusätzliche Energie wird frei durch Unterschreitung des Taupunkts der Abgase. Diese werden durch Abkühlung von gasförmig zu flüssig umgewandelt, kondensieren also. Daher nutzt ein Brennwertkessel etwa 8-10 % mehr Energie im Vergleich zu einem neuen NT-Kessel. Aus diesem Grund werden bei Brennwertkesseln Wirkungsgrade größer 100 % angegeben.
Gegenüber Altanlagen beträgt die Energieeinsparung nach Einbau eines Brennwertkessels erfahrungsgemäß bis zu 40 %.
Öl-Brennwerttechnik finden Sie hier
Einsparungen bis zu 20 % lassen sich häufig schon durch Nachrüstung eines Abgaswärmetauschers aus Edelstahl an einem älteren Heizkessel in Verbindung mit Gasbrennern oder Öl-Blaubrennern erzielen. Wie bei einem Brennwertkessel genügt dann eine Sanierung des vorhandenen Schornsteins mit einer preisgünstigen, bauartzugelassenen Abgasleitung aus Kunststoff PPs.
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