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Günstiger Versand NATIONAL : eBay-Ratgeber

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Ratgeber wurde 6835 Mal aufgerufen Schlagwörter: Warensendung | Büchersendung | Päckchen | ePaket | Hermes


Daß eine Warensendung oft eine wesentlich günstigere Alternative zum Brief oder Päckchen ist, dürfte sich mittlerweile unter den meisten Ebayern rumgesprochen haben und war wohl auch schon öfter Thema solcher Ratgeber.

Aber so richtig Bescheid wissen wohl nur wenige, vor allem wissen es nicht mal die Post-Angestellten selber. Ich mußte schon so manches mal mit denen rumdiskutieren und hatte am Ende recht. Man muss sich halt nur mal die Zeit nehmen und sich mit der Post-eigenen Broschüre ,,Leistungen und Preise'' befassen.

Dieses 108-seitige Werk sollte in jeder Postfiliale erhältlich sein, meist im Prospekte-Ständer, und wird bei jeder Porto-Änderung erneuert. Zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Ratgeber schreibe, ist die Ausgabe 1.Januar 2007 der aktuelle Stand. Wer dies hier viel später liest, sollte meine Angaben in dieser Broschüre nachprüfen, ob sich nicht was verändert hat.

Beginnen wir mit unversichertem Versand. Darunter fallen Briefe, Warensendungen, Büchersendungen und Päckchen.

Am billigsten sind meist Bücher- und Warensendungen. Diese müssen mit diesem Begriff oberhalb der Adresse beschriftet sein und sollen normalerweise offen versendet werden, was aber nicht heißen muss, daß jeder reingucken und alles rausfallen kann. Als gängige Verschlussart werden Beutelklammern akzeptiert, das ist ein kleiner (runder oder eckiger) Blechknopf mit zwei schmalen Blechstreifen, die durch ein Loch im Umschlag gesteckt und auf der Rückseite umgebogen werden. Gibt’s in jedem Schreibwarenladen. Wer aber doch lieber seinen Umschlag (oder einen geeigneten kleinen Karton) fest verschließen möchte, sollte die Aufschrift "Darf zu Prüfzwecken geöffnet werden" anbringen. Da aber hierüber wieder nicht alle Postler Bescheid wissen, im Zweifelsfalle vorher nachfragen, ob es von der Schalterperson akzeptiert wird. Sonst knöpfen die einem gerne Brief- oder Päckchen-Porto ab.

In einer Büchersendung dürfen maschinell gedruckte Bücher, Broschüren, Notenblätter und Landkarten verschickt werden, nichts handschriftliches. Erlaubt sind zusätzlich eine Rechnung, ein Zahlungsvordruck, ein Rückumschlag und Leih-/Buchlaufkarten. Büchersendungen dürfen laut Post nicht geschäftlichen Zwecken dienen. Warum ich dann eine Rechnung beilegen darf, wenn es nicht zu Geschäftszwecken ist, bleibt wohl das Geheimnis der Post?!

In einer Warensendung dürfen Druckwerke nur als Beilage versandt werden, z.B. Kataloge, etc. Ansonsten halt alles, was man als Ware bezeichnen kann, wiederum auch Rechnungen, Zahlungsvordrucke, etc., aber auch hier nichts handschriftliches.

Die kleinste Form bei Brief, Bücher- und Warensendung heißt Standard und hat in allen drei Fällen die gleiche Größen- und Gewichtsgrenze, nämlich bis 20g schwer und maximal 235x125x5mm groß, was in etwa den Fensterkuverts entspricht, in denen man normalerweise seine Rechnungen bekommt. Ein Standard-Brief kostet derzeit 55Cent, während Bücher- und Warensendungen nur je 45Cent kosten.

Interessanter, weil günstiger wird es bei den größeren Ausführungen, die sich mehr nach dem Gewicht unterscheiden. Sie dürfen alle bis 353x300x150 Millimeter groß sein, das sind sage und schreibe 35x30x15 Zentimeter, und da passt schon einiges rein, messen Sie es einmal nach. Als Tipp: Es gibt extra diesen Maßen angepasste Kartons für Schallplatten, in denen natürlich auch alles andere versandt werden kann! Es spricht aber auch nichts dagegen, jeden geeigneten Karton, von der Tablettenschachtel bis zum Schuhkarton oder noch größer zu verwenden. Diese kann man auch fest verschließen und dann in einem ,,offenen'' Umschlag verschicken, natürlich gegen Herausfallen gesichert.

Die Gewichtsgrenzen, natürlich immer Ware/Buch + Polster-/Verpackungsmaterial/Umschlag, sind bei den Büchersendungen Kompakt 50g (kostet 60Cent), bei Groß 500g (für 85Cent) und bei Maxi 1.000g (für 1,40Euro). Wenn Sie ein Buch unter 1.000g ersteigern, möchten Sie dann lieber 1,40Euro für eine Büchersendung oder 3,90Euro für ein Päckchen bezahlen, wenn beides unversichert ist?

Bei Warensendungen gibt es nur die Größen Kompakt (bis 50g für 70Cent) und Maxi (bis 500g für 1,65Euro). Warum ein originalverpacktes Modellauto unversichert für 3,90Euro versenden, wenn es auch für 1,65Euro geht?

Zum Vergleich die Briefe: Kompakt (bis 235x125x10mm, bis 50g, also wie der Standard-Brief, nur schwerer und etwas dicker) 90Cent; Großbrief (bis 353x250x20mm, bis 500g) 1,45Euro und Maxibrief (353x250x50mm, bis 1.000g) 2,20Euro.

Was also von der Größe her nicht mehr in einen Brief passt, muß deswegen noch lange nicht als teures Päckchen verschickt werden. Solange das Ganze weniger als 500g wiegt, ist die Warensendung günstiger. Und wenn es zu schwer ist, empfiehlt sich statt des DHL-Päckchens für 3,90 Euro (Maße 60x30x15cm, bis 2.000g) lieber gleich ein Hermes-Paket, das für etwa den selben Preis (4,10 Euro im Shop oder 3,85 Euro online) versichert ist und ein vielfaches wiegen darf, allerdings nur kleiner sein darf. Mittlerweile gibt es wohl auch mehr Hermes-Shops als Post-Ämter.

Dies sind alles keine Summen, mit denen man reich werden kann, aber erfahrungsgemäß kaufen Ebayer lieber die Dinge, die möglichst günstig verschickt werden. Allerdings hat man bei unversichertem Versand keinen Versandnachweis und Verlust oder Beschädigungen werden von keinem Versandunternehmen ersetzt. Da sollte man lieber gleich die Haftung ausschließen, falls der Käufer sich für unversicherten Versand entscheidet. Die Waren werden zwar zu mindestens 90% auch zugestellt, aber woher will man als Verkäufer wissen, wie der Käufer wohnt, wie sein Briefkasten beschaffen ist, wie zuverlässig das Zustellpersonal ist? Oft konnte man schon von vorweihnachtlichen Postdiebstählen lesen oder von überlasteten Postboten, die Post zu Hause säckeweise stapelten oder gleich weggeschmissen haben. Ich habe mal in einem Haus mit einer Versicherungsagentur gewohnt und deren Laufkundschaft hat sicher mehr als einmal Post aus unserem Briefkasten gezogen, weil dieser zu klein für die Sendung war. Dies sind sicherlich Ausnahmen, aber man steckt halt nicht drin.

Und daher lautet die Alternative: Versicherter Versand.

Aus jedem Brief kann man für 2.05Euro Aufpreis einen Einschreibebrief machen, worüber man einen Versandnachweis erhält, der zurückverfolgbar ist und zudem ist der Brief dann bis 25 Euro versichert, gegen Aufpreis auch höher. Was ich allerdings nicht weiß: Bekomme ich im Schadensfall nur den Wert des Inhaltes ersetzt (und wie weise ich den nach?) oder auch das teure Porto? Oder gibt’s pauschal 25 Euro? War zum Glück bisher bei mir noch nie nötig, die Versicherung in Anspruch zu nehmen.

Was zu schwer für einen Brief ist, kann versichert wohl nur als Paket verschickt werden. Da eine Übersicht über Post-Pakete und alternative Anbieter aber hier den Rahmen total sprengen würde, spare ich mir dazu einen Vergleich. Im Zweifelsfall würde ich Hermes empfehlen, obwohl diese erfahrungsgemäß nicht so schnell sind (in Magdeburg zum Beispiel werden die Pakete nur vormittags in den Hermes-Shops abgeholt, was zur Folge hat, daß Pakete, die Freitagnachmittags dort abgegeben werden, erst am Montag abgeholt werden).

Das einzige Post-Produkt, das ich hier bisher empfohlen habe, ist das ePaket. Dieses kann man nur im Internet bestellen, aber wer das hier lesen kann, sollte damit auch kein Problem haben. Es darf so groß wie die beim Schalter abzugebenden Pakete sein, nämlich 120x60x60cm, aber es darf bis 31,5kg schwer sein (Schalter max. 20kg) und man muss es nicht mal selber schleppen. Denn es wird abgeholt (allerdings ,,irgendwann'' im Laufe des vereinbarten Tages, meist vom normalen Zusteller) und der Paketaufkleber wird auch vom Abholer mitgebracht. Eine bequeme Sache. Der Preis war mit 9,99 Euro auch mal sehr günstig, seit der letzten DHL-Preissenkung aber nicht mehr. Seitdem kostet es stolze 12,90 Euro, während das 20kg-Paket nur noch 9,90 Euro (früher 13 Euro) kostet. Aber dieses muss man halt selbst zur Post bringen. Inzwischen kann man ein  31,5kg-Paket auch telefonisch in Auftrag geben und abholen lassen. Es heißt dann Call Paket und kostet stolze 15,90 Euro.

Sorry, daß dieser Ratgeber doch sooo umfangreich geworden ist. Und Danke, daß Sie bis hierher gelesen haben.

Dieser Ratgeber bezieht sich auf innerdeutschen Versand. Werde bei Gelegenheit noch einen Ratgeber zu internationalem Versand erstellen.

Irrtümer und/oder Tarif-Änderungen sind natürlich vorbehalten. Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft, sondern ein Ratgeber nach bestem Wissen und Gewissen.


Ratgeber-Nr.: 10000000001759680Ratgeber erstellt am: 06.09.06 (aktualisiert 07.02.12)

 
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