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Hamburg echt? : eBay-Ratgeber

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Ratgeber wurde 7520 Mal aufgerufen Schlagwörter: Altdeutschland | Hamburg | stpl | kabinett | vierer


Bei Hamburg gibt es einige besonders fälschungsgefährdete Marken, die fast immer falsch sind. Das beginnt mit der Nummer 1. Im Michelkatalog stehen Mindestmaße für eine prüfbare Nr. 1. Die Ursache für das beachten von Mindestmaßen ist einfach. Die Marken gibt es auch gezähnt. Da ist die Nr. 10, ohne Gummi mit 3,- Euro im Katalog bewertet. Man schneidet die Zähne ab, dann hat man eine Nr. 1, Katalogwert 65,-, ohne Gummi. Dann malt man ein paar Striche drauf, dann hat man eine gestempelte Nr. 1, Katalogwert 750,-. Es geht aber noch einfacher. Eine gestempelte Nr. 10 (eben bildgleich mit Nr. 1) steht mit 13,- Euro im Katalog. Ein Stück mit Zahnfehler kostet netto um 50 Cents. Dann Zähne abschneiden und fertig ist die Nr. 1 für 750,- Euro. So zu sehen bei den meisten Angeboten, in den meisten Sammlungen, überall. Oft findet sich noch der Hinweis. die Marke muss echt sein, denn sie hat ein Wasserzeichen. Jedoch haben gezähnte und geschnittene Marken Wasserzeichen. Hinzu kommt, es gibt auch echte Marken ohne Wasserzeichen. Die sollten jedoch nur geprüft erworben werden. Häufiger findet man Marken ohne Wasserzeichen, auf dickerem, gelblichem Papier. Das sind sehr alte Ganzfälschungen.

Im Michelkatalog steht nach der Nr. 7: "die Preise gelten nur für vollrandige Stücke deren Ränder oben und unten zusammen mindestens 1,5 mm betragen". Das hat seinen guten Grund. Auch die Nr. 10 ist rechts und links mit viel mehr weißem Rand versehen, als oben und unten. So sehen die abgeschnittenen Marken immer schön breitrandig aus. Es kommt aber nur auf die Ränder oben und unten an!

Beim Stempel gibt es auch eine einfache Richtschnur. Der breite Vierstrichstempel in blauer Farbe, immer wieder auf angeblichen Nr. 1 zu sehen, kommt erst auf der Nr. 10 in Echt vor. Natürlich könnte jemand eine echte Nr. 1 fünf Jahre gelagert haben, dann kurz und klein geschnitten haben und wir hätten eine theoretisch echte Nr. 1. Es gibt aber auch Briefe. Darauf könnte man das prüfen. Bisher kam keine Nr. 1, kleingeschnitten mit blauem, dicken Vierstrichstempel vor. Also, die Wahrheit: 1. es gibt keine Nr. 1 mit blauem Stempel, 2. könnte man diese nur auf Brief prüfen.

Nachfolgend das Bild einer echten, prüfbaren (und auch geprüften) Nr. 1. Die falschen können Sie überall sehen. Die brauche ich nicht extra abzubilden.



Desweiteren gibt es von allen Briefmarken aus Hamburg Ganzfälschungen.

Meist sieht das Druckbild irgendwie farbübersättigt aus. Besonders die Werte mit den kurmmen Zahlen 1 1/4 und 2 1/2, gibt es massenhaft als Fälschungen. Die Marken haben viel dickeres, gelbliches Papier. Die Fälschungen haben alle kein Wasserzeichen. Auf bildseitigen Scans kann man das natürlich nicht sehen. Das gelbe Papier schon.

Hier noch ein Beispiel für ein Original und eine Fälschung der Michel Nummer 8. Die Originale der geschnittenen 1¼ haben kräftige Hilfslinien. Die häufigen Fälschungen haben nur Reste von unterbrochenen Hilfslinen. Die Farbe ist hier nicht entscheidend. Von der echten Nummer 8 gibt es eine ganze Palette von Farben.

Hier ein Original:

und eine Fälschung. Die Nummer 8 gibt es in zahlreichen Farben. Achten Sie also auf die hauchdünne Hilfslinie unten und die gelbe Papierfarbe. Das sind immer Fälschungen:

Von dieser Marke gibt es auch eine gezähnte Ausgabe. Die hat gleichmäßige, dünne Hilfslinien. So sind also geschnittene Marken mit dünnen Hilfslinien bei einer scheinbaren Nummer 8 nur Verfälschungen. Die hier abgebildete Fälschung sieht, direkt neben dem Original, lächerlich aus. Trotzdem wird so ein Stück immer wieder gerne als echt angeboten.

Hier ein Beispiel der Nummer 9. Wieder geben die Hilfslinien Auskunft. Links die Fälschung mit dünnen Hilfslinien, rechts das Original mit dicken Hilflinien. Die Fälschung ist eher gelbgrün bis olivgrün, die Originale opalgrün bis blaugrün. Fälschungen dieser Marke sind meist zu gelb. Die Druckfarbe ist zu gelb und das Papier ist zu gelb. Die Abbildungen meist noch kleiner als diese 200 Pixel hohen Bilder. Das soll die Fälschungserkennnung erschweren.

 

Beim Briefmarkenkauf gibt es auch Anhaltspunkte alleine aus der Art des Angebotes, die es erleichtern können, sich vor Fälschungen zu schützen.

Angebotsmerkmale:

Privatauktion - Mache ich eine nicht öffentliche Bieterliste, kann niemand mögliche spätere Opfer warnen. Wenn ich als Anbiter also weiss, dass meine Marken falsch oder verfälscht sind, mache ich natürlich eine Privatauktion.

Profil privat - Was bei Apothekern zu Recht Pflicht ist, sollte bei Briefmarkenanbietern alle Alarmglocken tönen lassen. Steht in meinen Bewertungen zum Beispiel so etwas wie: Prüfzeichen waren falsch oder ähnliches, will der Anbieter natürlich nicht, dass Kaufinteressenten das lesen können.

Ohne Obligo - Hier darf man davon aus gehen, dass alle Marken über 100,- Katalogwert wirklich falsch sind. Warum würde ein Verkäufer das sonst schreiben? Zudem verstößt ein solches Angebot gegen Ebaybedingungen. Lesen Sie den Warnhinweis, der beim Verkaufsformular angezeigt wird, wenn Sie Briefmarken anbieten wollen.

Keine Garantie nach EU-Recht - Hier will der Verkäufer in der Regel seine Fälschungen nicht wiedersehen. Was hat es mit dem EU Recht auf sich? Alle Verkäufer haben zunächst eine Garantie von zwei Jahren für den Käufer zu gewähren. Unter bestimmten Vorraussetzungen, zum Beispiel, dass der Verkäufer kein gewerblicher Händler ist, kann er die Fristen verkürzen oder auch die Garantie ausschließen. Gemeint ist aber die Garantie für eine Funktion. Das wissen die meisten Schreiber dieser Passagen offenbar nicht. Eine Briefmarke ist keine Dampfmaschine und auch kein Toaster. Deshalb braucht man auch keine Garantie zu beschränken. Wenn im Angebot zum Beispiel als Titel steht: Bayern 1 gestempelt, dann gibt es ein Bild und als Text: Keine Garantie nach EU-Recht, meint auch der Verkäufer einer Fälschung aus dem Schneider zu sein. So ist es jdoch nicht. Was angeboten wird, muss auch geliefert werden. Das Stichwort heißt Erfüllungspflicht und gemeint ist nicht, die abgebildete Fälschung liefern zu müssen.
Also kann man zusammenfassen: In Bezug auf den Verkauf von Briefmarken, bringt eine Einschränkung der Garantie nichts. Die Erfüllungspflicht wird auch nicht außer Kraft gesetzt. Also was soll das dann? Wer irgend etwas beschränken will, Beispiel: Keine Garantie, keine Rücknahme, hat kein Vertrauen in seine Ware. Weshalb sollten Sie das dann haben?

Luxusgummierung oder *** bei ungebrauchten Marken
Diese Formulierung wird seit Jahrzehnten benutzt, um Marken mit falschem Gummi als vermeintlich postfrisch, anzubieten. Hier gibt es praktisch keine Ausnahmen. Die Formulierung bedeutet: falscher Gummi oder verfälschter Gummi. Beachten Sie auch, wenn Prüfzeichen von Prüfern des BPP auf ungebrauchten Marken, nicht ganz unten, am untersten Ende der Marke stehend, angebracht sind und die Marke sonst keine sichtbaren Mängel hat, ist immer der Gummi verfälscht. Davon gibt es keine Ausnahmen.

Vorhandene Prüfzeichen sind anzuerkennen - Hier gibt es zwei Varianten. Die Erste, die Marke war erneut zur Prüfung und wurde nun abgelehnt. Die Zweite, häufigere Variante, das Prüfzeichen ist einfach falsch.

Kommen mehrere dieser einschränkenden Merkmale zusammen, sollte man besser die Finger von dem vermeintlichen Schnäppchen lassen.

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Allgemeine Ratgeber zum Thema Briefmarken sammeln

Ganzfälschungen der Marken des Deutschen Reiches, Zeppelin, Nothilfe und Andere
Eine Hilfe falsche Stempel zu erkennen
Eine Hilfe falsche Prüfzeichen zu erkennen
Fachbegriffe, Abkürzungen, dubiose Formulierungen verstehen

Ein Anleitung zum richtigen Waschen gestempelter Marken

Echtheitsmerkmale und Vergleichsbilder ECHT ODER FALSCH finden Sie in meiner Ratgeber zu den jeweiligen Sammelgebieten, folgen Sie den Links:

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Altösterreich, der rote Merkur

Deutsche Feldpost II. Weltkrieg
Böhmen und Mähren, Theresienstadt
Alliierte Besetzung Band- und Netzaufdrucke
Berlin Schwarz- und Rotaufdruck

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Ratgeber-Nr.: 10000000000991317Ratgeber erstellt am: 25.05.06 (aktualisiert 18.12.11)

 
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