oder „wenn es zu schön um wahr zu sein scheint, dann ist es wahrscheinlich so!“
von Markus Brandes
Der einzige hundertprozentige Weg um sicherzugehen, dass eine Signatur oder Unterschrift authentisch ist, ist sie selbst von der betreffenden Person zu erhalten. Jedoch werden hier einige grundsätzliche Richtlinien präsentiert, von denen wir hoffen, dass sie Ihnen auf der Suche nach dem Original helfen werden.
Alle Signaturen haben einen speziellen Charakter; nach vorne oder nach hinten lehnend oder andere Arten, die einzigartig für die betreffenden Signaturen sind. Die Unterschriften der Leute neigen auch dazu, jedes Mal von der Größe her ähnlich zu sein, abhängig davon was sie unterschreiben.
Unterschriften können bei derselben Person unterschiedlich sein und es ist daher besser, die Signatur in einer entspannten Umgebung zu erhalten, als auf einer Premiere, am Renntag oder anderen Situationen, bei denen Hektik und Anspannung herrscht.
Wenn Sie eine nachgewiesene Unterschrift besitzen, sollten Sie sie fotokopieren für zukünftige Vergleiche und Referenzen. Fälschungen zu erkennen ist der schwierigste und zugleich wichtigste Teil bei jeder ernsthaften Sammlung von Autogrammen.
Wann immer es möglich ist, sollten Sie von einer etablierten und verlässlichen Quelle kaufen – Es mag sein, dass Sie mehr für das unterschriebene Stück zahlen, aber wenigstens können Sie einigermaßen sicher sein, dass es original und einzigartig ist.
Signaturen, die vor 1960 getätigt wurden, sind meist mit Kugelschreibern, Bleistiften und Füllern gemacht. Die ersten Filzstifte wurden erst in den 60ern populär. Autogramme, die mit Kugelschreiber gemacht wurden sind am anfälligsten und verblassen eher, während Bleistifte - obwohl die Unterschriften nicht so gut aussehen wie die stärkeren Füller- und Tinteunterschriften - länger halten können.
Unterschriften, die mit Füller und Tinte oder anderem geschrieben wurden, haben normalerweise einen Glanz, welcher nicht auf einer gedruckten Unterschrift erscheint. Gedruckte Autogramme scheinen unter der Oberfläche zu liegen.
Eine Unterschrift mit Füller und Tinte, die vor vielen Jahren gemacht wurde, hatte eine Menge Zeit gehabt um zu trocknen. Wenn diese Unterschrift, die angeblich vor langer Zeit gemacht wurde, immer noch Spuren vom Absetzen und Ansetzen des Füllers aufweist, dann ist sie wahrscheinlich nicht einzigartig.
Fragen Sie nach Informationen und Herkunft des Autogramms. Seriöse Verkäufer können fast immer Hintergrundinformationen über den Artikel geben und die Zeit und den Ort der Unterschrift nennen.
Letztendlich – wenn irgendwelche Zweifel bestehen, nicht kaufen! Manchmal ruft ein Autogramm Argwohn hervor, ein ungutes Gefühl - dann ist es am Besten den Artikel in Ruhe zu lassen.
Allgemeine Informationen
Der Stempel
Der Stempel besteht aus einem Stück Gummi, in dem das Abbild einer handgeschriebenen Unterschrift heraus geritzt wurde. Wenn dieser Stempel in Tinte getaucht und auf eine flache Oberfläche ( Papier, Foto ) gedrückt wird, hinterlässt er einen Tintenabdruck, der das Original nachbildet.
Die erste gestempelte Unterschrift, die bekannt ist, ist von William H. Harrison (Hinweis von der “Manuscript Society“) im Jahre 1848. Populär wurden Stempelunterschriften aber erst, als Abraham Lincoln sie verwendete.
Hier zum Beispiel eine "Rubber Stamp" Vorlage der BEATLES.
Sehr verbreitet war der Stempel besonders im Unterhaltungsbereich, als Mary Pickford und Rudolph Valentino ihn in den 30er Jahren benutzten.
Eine hohe Prozentzahl von „unterschriebenen“ Fotographien von Rudolph Valentino, die heutzutage auf dem Autogrammmarkt auftauchen sind tatsächlich diese Stempelbeispiele. Sie sind meistens auf dunklen Fotographien benutzt worden, wo die Tinte schwer zu sehen ist.
Auf einer Oberfläche, die einen besseren Kontrast zwischen Unterschrift und Papier erlaubt, ist eine Stempelsignatur viel einfacher zu erkennen.
Gestempelte Unterschriften haben eine “gezeichnetes” aussehen und haben eine ungleichmäßige Tintenverteilung.
Ein Trick, der manchmal in diesen Tagen angewendet wird, ist gedruckte Unterschriften mit Sekrätersunterschriften zu versenden. Untersuchen sie ihre Autogramme sehr genau darauf.
Ein weiteres Merkmal ist, daß die Stempelunterschrift am ersten Aufdruckpunkt dicker ist als an der Seite an der der Stempel das Foto zuletzt berührt.
Entsprechende Referenzexemplare finden Sie in unserer "Isitreal" Datenbank.
Mit einem entsprechenden Muster als Vergleich wird man zusätzlich feststellen können, daß die Unterschrift auf den Milimeter genau gleich groß ist....
Sekretärsautogramme
sind Autogramme die von einer anderen Person wie einem Familienmitglied oder Sekretär für eine Berühmtheit getätigt wurden, welche die wahre Unterschrift des „Chefs“ imitiert.
Es gibt tausende von ihnen und sie sind sehr schwer ohne Wissen und Referenzbeispielen zu identifizieren.
Das erste bekannte Sekretärsautogramm stammt von Ludwig XIV (1638-1715), König von Frankreich (1643-1715). Sein persönlicher Sekretär („secrètaire de la main”) Toussaint Rose (1611-1701) unterschrieb für ihn alle offiziellen Dokumente. Ludwig XV, Ludwig XVI und ihre Majestät Marie Antoinette hielten an dieser Tradition fest, die Sekretäre für sie unterschreiben zu lassen, aber dies wurde besonders bei den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika in späteren Jahren berühmt.
Bei der staatlichen Landzuteilung, machten die Sekretäre von Pierce und Buchanan eine ausgezeichnete Arbeit, und ein Sekretär von Chester Arthur war ein absoluter Meister im vervielfältigen der echten Unterschrift des Präsidenten.
Harding, Coolidge, Hoover und Waren G.Harding hatten mindestens jeder einen Sekretär, welcher eine sehr glaubhafte Unterschrift seines Herren machen konnte. Hardings Sekretär (George Christian) war außergewöhnlich und es ist die wahrscheinlich am schwersten zu erkennende.
Franklin D. Roosevelt hatte mindestens neun verschiedene Sekretäre, Truman mindestens einen, Eisenhower zwei oder drei, John F. Kennedy ein dutzend vielleicht und von Lyndon B. Johnson an scheint jeder Präsident einige Sekretäre gehabt zu haben, die ihre jeweiligen Unterschriften fälschen konnten.
Sobald der Sekretär die Unterschrift lernt, unterschreiben sie fast ohne Abweichung gleich. Wenn es aber konsequenterweise zu einer Ungleichheit zwischen der Sekretärs- und der Originalunterschrift kommt, wird der Sekretär diese Ungleichheit jedes Mal an den Tag legen.
Wenn man auch nur einmal eine kleine Ungleichheit entdeckt, kann man sie von diesem Zeitpunkt an jedes Mal entdecken. Wie bei Autopens, gibt es keinen narrensicheren Weg eine Sekretärsunterschrift zu erkennen, ohne Vergleiche zur Hand zu haben. Da die meisten Sekretäre in diesem Jahrhundert Sekretärinnen waren, kann eine weiblich anmutende Unterschrift einer männlichen Berühmtheit ein Hinweis sein.
FILM
Wegen der Nachfrage und der Popularität ihrer Autogramme sind die gestempelten, Faksimile und Sekretärsautogramme die häufigsten im Sammlerfeld.
Persönlich kann ich empfehlen die folgenden Regeln im Gedächtnis zu behalten.
Fälschungen auf
4x6 Postkartenfotografien
sind am häufigsten wegen der Tatsache, dass diese Fotografien die „billigsten” sind und am meisten verschickt werden. Sehr beliebt sind Sekretärsunterschriften auch auf deutschen Postkarten und berühmte Beispiele sind Marlon Brando, Gregory Peck, Liz Taylor und viele, viele andere. Manchmal wurden sie sogar von derselben Hand signiert, aber unter der Verwendung von verschiedenen Namen von bekannten Filmstars.
5x7 alte Fotografien
Eine große Menge von 5x7 Autogrammen sind von den Studios geschickt worden und kommt oft mit einem Brief, der für ihren nächsten Film wirbt. Sehr häufig tragen diese Fotos Sekrätersunterschrift
8x10 alte Fotografien
sind am warscheinlichsten authentisch besonders, wenn sie eine persönliche Widmung aufweisen.
Die meisten Sammler waren sehr interessierte junge Fans die einem Star schrieben und ein 8x10 Foto ihrer Anfrage beilegten. Möglicherweise waren die Kosten der Fotografie so hoch wie der Monatsverdienst der Fans und persönlich glaube ich, dass das der Star auch wusste und das Ergebnis war, dass authentische persönlich unterschriebe Fotos viel öfter vorkamen als bei Fotografien kleinerer Größen.
11x14 inch Fotografien
sind zu 99% echt weil sie in dieser Zeit sehr teuer waren und hauptsächlich nur an persönliche Freunde, Mitarbeiter der Filme oder als besondere Geschenke und Einladungen verteilt wurden. Sie werden sehr selten eine Fotografie ohne persönliche Widmung finden. Seien Sie vorsichtig, eine Fotografie in dieser Größe ohne persönliche Widmung zu kaufen.
Sekretärsautogramme kamen generell von den wirklichen Top Stars, die oft einfach zu beschäftigt waren sie zu unterzeichnen. 5x7 Fotografien wurden oft zu Werbezwecken genutzt und tausendfach verschickt. Nur Schauspieler und Schauspielerinnen die sehr unbedeutend waren hatten die Zeit oder den Hang dazu sie regelmäßig zu unterzeichnen. Übrigens, die 5x7 Fotos kamen gewöhnlich mit einem Brief, welcher von demselben Sekretär unterschrieben wurde um für ihren nächsten Film Reklame zu machen.
Nach 1950 waren echte und Sekretärsunterschriften fast immer auf 8x10 zoll Fotografien zu finden, was die Analyse mehr erschwert.



Vielen Dank für Ihre Wertung. Wenn Ihre Leserwertung unseren 