Vorab
Dieser Kurs ersetzt keinen praktischen Airbrushkurs, er soll
Grundinformationen und Tipps in der Airbrushmaltechnik
geben.
Anwendungsbereiche
NailArt, BodyArt, Tanning, Modellbau,
RC-Modellbau, Illustration, FineArt, Portrait, Textil-Design, Handwerk,
Wandgestaltung, Werbegestaltung, Bühnenmalerei, Custompainting,
Keramikgestaltung uvm.
Eigentlich kann man fast jedes greifbare Objekt
mittels Technik: Airbrush
gestalten.
Airbrushpistole
Wichtigstes Werkzeug ist die
Airbrushpistole oder auch nur Airbrush, Spritzpistole, Farbspritzapparat
genannt. Mit der Airbrushpistole wird mittels Luft (Druckluft) die Farbe (meist
Acrylfarbe, Lackfarbe, Wasserfarbe, Tusche oder andere spritzfähige Farben) fein
verwirbelt und richtungsgenau auf einen Untergrund aufgetragen. Dazu notwendig
ist die Erzeugung von Druckluft mittels eines Kompressor. Selten wird Druckluft
aus Flaschen, sogenannte Dosenluft verwendet.
Die Airbrushpistole besteht im
Wesentlichen aus Grundkörper, Luftventil, Farbdüse und Nadel. Über einen
Hebelmechanismus, indem man einen Hebel betätigt (durch Drücken nach unten -
Single Action oder Double Action oder nach hinten ziehen - gekoppelte Doppel
Action), wird über das Luftventil die Druckluft freigegeben und strömt mit hoher
Geschwindigkeit an der (noch verschlossenen Farbdüse) vorbei und verlässt durch
die Düsenkappe die Airbrushpistole. Gibt man nun die Farbe frei, durch
Hebelbetätigung nach hinten (Double Action) oder durch das Ziehen oder Schrauben
der Farbnadel nach hinten (Single Action) wird die Farbe aus der Farbdüse
angesaugt (Injektorprinzip). Je weiter man die Nadel nach hinten bewegt umso
größer wird die Öffnung der Düse. Eine Feder im hinteren Bereich des
Pistolenkörpers (Nadelschlitten oder Nadelführung) bewirkt die Rückkehr der
Nadel in die Ausgangslage und verschließt die Farbdüse wieder.
Man
unterscheidet bei den Airbrushpistolen, wie bereits erwähnt, zwei Grundmodelle.
Sie werden als Double-Action bzw. Single-Action Spritzpistolen bezeichnet.
Nochmals: Dies bedeutet, dass beim Double-Action-Modell die Luft durch
Fingerdruck auf den Hebel nach unten freigegeben wird, danach (!) die Nadel
durch gleichzeitiges Ziehen des selben Hebels nach hinten ausgeführt wird. Eine
besondere Ausführung der Double Action Spritzpistolen ist die gekoppelte
Hebelfunktion, hier wird zuerst (!) die Luft durch nach hinten ziehen
freigegeben (sogenannte Vorluft) und dann die Farbe beigemischt. Bei beiden
Varianten hat der Hebel eine doppelte Funktion (Luft und Farbe) zu bedienen -
Double Action. Bei Single-Action Spritzpistolen wird immer nur die Luft durch
Druck (selten durch Zug) des Hebels nach unten freigegeben, während dessen die
Farbe durch Verstellen der Nadelführung durch Schrauben oder Ziehen das Öffnen
der Farbdüse bewirkt und die Farbe in der Farbdüse freigibt.
Die Nadel wird
durch ein Lager mit Nadeldichtung geführt, welche in der Regel aus Leder oder
Teflon besteht (Gummi ist nicht empfehlenswert, weil nur bedingt für
lösungsmittelhaltige Farben geeignet). Dieser Nadeldichtung trennt den
farbtragenden Teil von der sensiblen Mechanik ab. Teflon als Material ist
wartungsfrei und für fast alle Farben geeignet. Teflon ist außerdem ein
"fließendes" Material was sich optimal um die Nadel legt, ohne dabei einen
harten Widerstand aufzubauen. Lederdichtungen verwendet man beim Einsatz von
Einbrennfarben (Glasuren) im keramischen Bereich. Diese Glasuren besitzen zu
harte Partikel (Quarz oder Glas) und es käme zum Festfahren der Nadel in der
Dichtung (Vergleichbar mit einem Kolbenfresser beim Motor aus Mangel an
Schmiermittel). Lederdichtungen sind nicht wartungsfrei, sie müssen regelmäßig
gefettet werden und sollten nicht austrocknen.
Hauptregel: Generell sollte
man sich die Bedienungshinweise des Herstellers gut durchlesen und befolgen, da
diese auf das jeweilige Modell genau zugeschnitten sind.
Kompressor
Bei der Auswahl des Kompressor kommt es
1. auf die
Auswahl der Spritzpistole
2. auf den Aufstellort bezüglich
Lärmbelästigung
3. auf Ihre Komfort- und
Preisvorstellungen
an.
Kompressoren werden in allen Varianten gelobt - vom
Verkäufer - und dann bei falscher Auswahl von Ihnen gehasst! Oftmals ist die
falsche Auswahl des Kompressors die Ursache des Versagens Ihrer Spritzpistole.
Viele Anwendungen verlangen ganz einfach einen stabilen Druck (bar oder kp/cm²),
genügend Luftmenge (l/min) und eine Druckreglung mit Wasserabscheider.
Letztgenanntes kann man meist nachrüsten.
Auf was sollte man achten?
Zum
einen die Lautstärke des Kompressors! Hat man die Möglichkeit den Kompressor
außerhalb von Wohn- und Arbeitsbereich aufzustellen, spielt dieser Fakt keine
Rolle. Dann macht es jeder Kompressor vom Baumarkt und erfüllt (siehe
Mindestvoraussetzung) meist alle Bedingungen.
Möchte man den Kompressor
direkt am Arbeitsplatz verwenden, sind leise, ölfreie oder superleise,
ölgeschmierte Kompressoren gefragt – die allerdings bewegen sich meist im
Preisbereich > 150,00 EUR.
Wir empfehlen unverbindlich folgende
Mindestvoraussetzungen:
Leerlaufdruck: 4 bar
Arbeitsdruck: min 2,5
bar
Fördermenge: min 15 l/min
Abschaltautomatik: Ja
Tank:
optional
Zulassung: CE, WEEE
Das sind die wichtigsten
Parameter!
Empfehlenswert ist es auch einen Kompressor mit Tank auszuwählen.
Dies hat den Vorteil, dass der Druck trotz Luftabnahme relativ stabil bleibt. Es
ist sozusagen eine Reserve vorhanden und die Luft strömt pulsfrei
(Druckunterschiede zwischen Ein- und Ausschaltdruck).
Wichtig ist noch
folgendes. Bei Kompressoren die Öl benötigen immer den Ölstand beachten und den
Tank bzw. den Wasserabscheider von ausfallenden Öl und Wasser
befreien.
Ölfreie Kompressoren sind meist wartungsfrei.
Elektrische Importprodukte und gesetzliche Regelungen
Tuen Sie sich,
Ihrer Umwelt und der Umwelt nach Ihnen mit kleinem Einsatz etwas großes Gutes
an!
Es ist Gesetz und der Verstoß dagegen wird geahndet mit Strafen bis
50.000,00 Eur für den, wer Elektrogeräte unregistriert in Verkehr bringt!
Elektro-Altgeräte-Entsorgung
Am 24. März 2006 ist in Deutschland das
Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft getreten. Dieses Gesetz
dient der Umsetzung der EG-Richtlinie 2002/96/EG über Elektro- und
Elektronikaltgeräte (WEEE-Richtlinie). Mit diesem Gesetz werden die Hersteller
und Erstinverkehrbringer in Deutschland von Elektro- und Elektronikgeräten zur
Entsorgung der Altgeräte verpflichtet. Für Konsumenten bedeutet dies, dass er
alle seit dem 13. August gekauften und vom Elektrogesetz abgedeckten Elektro-
und Elektronikgeräte ab dem 24. März 2006 kostenlos beim nächstgelegenen
öffentlich-rechtlichen Entsorger abgeben kann. Alle betroffenen Unternehmen
müssen bei der Stiftung EAR registriert sein und eine Garantie zur Entsorgung
abgegeben haben.
Alles klar? Alles easy!
Druckluft
Überall wo Luft komprimiert (verdichtet) wird, wird auch die
Luftfeuchte mit verdichtet und fällt in Tropfenform bei physischer Veränderung
des Druck-Luft-Zustandes wieder aus. Denn Luft hat die Eigenschaft Wasser oder
Luftfeuchte je nach Temperatur und Druck mehr oder weniger zu binden.
Grundregel: Warme Luft bindet besser Wasser oder Luftfeuchte - kalte Luft nimmt
weniger Wasser oder Luftfeuchte auf. Was heißt das in der Praxis?
Ölfreie
Kompressoren werden oftmals heiß und und die dort komprimierte Luft wird somit
auch heiß und hat die Möglichkeit mehr Luftfeuchte zu binden.
Ölfreie
Kompressoren werden innerhalb ihres normalen Betriebsklimas warm und nehmen
wenig Luftfeuchte auf. Überfordern Sie diesen Kompressor, erwärmt sich dieser
und die erzeugte Druckluft nimmt ebenso mehr Luftfeuchte auf.
Kühlt die
erwärmte Luft wieder ab, wie zum Beispiel im Airbrushschlauch, gibt die
Druckluft die gebundene Luftfeuchte in Form von Wassertröpfchen frei! Nichts ist
beim Airbrushen schlimmer als diese Wassertröpfchen in der Druckluft der
Airbrushpistole!
Was kann man tun?
Der Einsatz eines Kompressors mit Tank
wäre die einfachste Lösung, Der Drucktank ist meist aus Metall, hat eine große
Innen-Oberfläche und zwingt somit die Druckluft sich abzukühlen. Die Luftfeuchte
fällt im Tank aus. Der Tank sollte ab und an entleert werden.
Tankfreie
Kompressoren sind meist auch die heißwerdenden ölfreien Kompressoren. Hier die
einfache, aber geniale Lösung: Der Kompressorausgang wir an einen (min. 3 Meter
lang) Druckschlauch angeschlossen. Hier hat die Luft genügend Zeit sich
abzukühlen und das Wasser in Tropfenform abzugeben. Dann schalten Sie den (meist
mitgelieferten) Wasserabscheider oder Druckregler mit Wasserabscheider
dazwischen. Das Wasser wird in diesem Wasserabscheider gefangen und kann ab und
an aus dem Wasserabscheider abgelassen werden. Erst jetzt führen Sie die
Druckluft an den Pistolenschlauch und haben -bei Einhaltung der
Kompressormaximalwerte- wasserfreie Luft an Ihrer
Airbrushpistole.
Tipps:
- Als Kaufentscheidungshilfe gilt immer: je höher
Ansaugleistung, Betriebsdruck und Tankvolumina ist, desto besser für die
Airbrushanwendung
- Überlasten Sie den Kompressor nicht.
- Schalten Sie in
Ihren Druckluftkreislauf vor der Airbrushpistole einen Wasserabscheider oder
besser einen Druckregler mit Wasserabscheider
Düsengrößen und
Luftverbrauch:
0,1 - 0,2 mm - ca. 10 - 15 l/min
0,3 mm - ca. 20 - 30
l/min
0,5 mm - ca. 25 - 40 l/min
1,0 mm - ca. 50 - 75 l/min
1,2 mm
größer 85 l/min
Druckluft-Nennweiten und EU-Normen
Es kommt immer wieder zu
Fehlkäufen, ärgerlich für Sie und ärgerlich für uns. Vorher anfragen, ist besser
- wir beißen nicht!
Grundmaße:
Für uns (Airbrushtechnik) interessante Maße
sind 1/8", 1/4", 3/8", NW 2,7 (Norm für Airbrushanschluß), NW 5,0 (Norm für
Airbrushkompressoren) und NW 7,2 (Norm für Baumarkt- und
Industriekompressoren)
1/8" Außengewinde entspricht ca. 9 mm
1/4"
Außengewinde entspricht ca.12 mm
3/8" Außengewinde entspricht ca.16 mm
NW
2,7 Innendurchmesser; Außendurchmesser ca. 5 mm
NW 5,0 Innendurchmesser;
Außendurchmesser ca. 9 mm
NW 7,2 Innendurchmesser; Außendurchmesser ca.12
mm
Tipps:
- Pfoten weg von No-Name-Importen! Wir respektieren asiatische
Produkte und Hersteller, aber wir legen auch Wert auf die Einhaltung
europäischer Normen.
Es darf kein 1/8" Made in China und 1/8" Made in EU
geben - 1/8" ist 1/8"!
Pflegehinweise
Es kann nicht genug betont werden, dass sorgfältige
Reinigung der Pistole nach Gebrauch viel Ärger und Mühe spart. Die genaue
Abstimmung solch feinmechanischer Geräte lässt auch feinste Verstopfungen mit
Farbe nicht zu: die Pistole streikt. Das Entfernen eingetrockneter Farbreste
bzw. die Suche danach kosten viel Zeit und Nerven. Unter Umständen muss die
Pistole vom Fachmann überholt werden. Die Farbhersteller bieten für ihre
Produkte entsprechende Reinigungsmittel an. Diese sind meist gut auf die Farben
abgestimmt. Auch hier gilt die entsprechenden Herstellerangaben zu
beachten.
Tipp:
- Kaufen Sie bei Airbrush-Reinigern keine
No-Name-Produkte! Findige oder windige Kaufleute haben so manchen
Super-Special-Finetune-Megaline-Hustenbonbonverdünnungsextrakt auf den Markt
geworfen... In der Metro als Geschirrspühlmittel für kleines Geld/die Gallone
erworben und neu abgefüllt... 1000 und mehr % Gewinn erwartet, gemacht und viele
Airbrushpistolen geschädigt oder sogar vernichtet.
Geschirrspühlmittel oder
andere Netzmittel enthalten Säuren (Citrussäure) und diese schaden bekanntlich
Metallen und Legierungen! Betroffen sind am meisten: Nadeln, Düsen, Federn,
Lager
- Legen Sie nie den gesamten Airbrushapparat in einen Cleaner/Reiniger,
sondern nur die farbtragenden Teile.
- Nutzen Sie für die Reinigung Ihrer
Airbrushpistolen Pinsel, Bürstchen und fusselfreie Stoffe. Wir lehnen den
Einsatz von Ultraschallreinigern ab. Warum? Mechanik, Feinmechanik hat etwas mit
Bewegung zu tun. Bei einem feinmechanischen Werk wird wie in einem Getriebe
Bewegungsenergie übertragen. Hier sind u.a. auch Fette und Öle im Einsatz, hier
werden Dichtungen mit Fetten geschmeidig gehalten usw. Ultraschallgeräte kennen
keine Gnade und waschen alles weg. Das Ergebnis: Hakelnde Mechanik, undichte
Luftventile, poröse Dichtungen, geschädigte Oberflächen...
Die Farben
Die gebräuchlichsten Farben in der Airbrushmalerei sind
Acryl- oder Lackfarben. Die Acrylfarben sind lösungsmittelfrei und
wasserverdünnbar und daher weniger gesundheitsschädlich. Für gute Belüftung
sollte zwar auch gesorgt werden um Farbpigmente in Form von Sprühnebel
abzuführen, aber es werden keine Lösungsmittel eingeatmet. Farbpigmente von
Acrylfarben sind meist ungiftig und werden vom Körper gut abgebaut. Allgemein
wird bei häufiger Anwendung das Tragen einer Feinstaubmaske empfohlen. Bitte für
nähere Informationen beim Farbhersteller oder Händler beraten lassen. Für die
Gestaltung von Airbrushbildern verwendet man Acrylfarben, die gegebenenfalls
nach Beendigung der Arbeit überlackiert oder mit Firnis überzogen werden können.
Im Prinzip ist jede auf spritzfähige Konsistenz verdünnbare Farbe zum Sprühen
geeignet.
Tipp:
- Acrylfarben sind meist wasserverdünnbar, untereinander
mischbar und härten wasserfest aus
Tipp:
- Weiß ist eine Problemfarbe!
Warum? Ganz einfach erklärt: Weiß hat einen hohen Bedarf an Deckkraft oder
anders, um etwas aufzuhellen bedarf es einer Dichte der Pigmente, nämlich der
Farbpigmente. Regel: Je heller die Farbe, desto höher die Pigmentdichte. Weiß
ist die höchstpigmentierte Farbe!
Farbmischregeln
Grundsätzlich kann man jede Farbe ermischen aus den
Grundfarben: RGB. Das ist Rot, Gelb und Blau. Korrekter ist Magenta, Gelb,
Cyan.
Zusätzlich benötigt man Schwarz und Weiss.
Zwischen diesen
Grundfarben RGB befinden sich die Komplimentärfarben (direkte
Mischfarben):
Orange (zwischen Rot - Gelb)
Violett (zwischen Rot -
Blau)
Grün (zwischen Gelb - Blau)
Die entsprechenden Farbtöne variieren
nach Anteil der drei Farbelemente. Das würde bedeuten, dass man sich lediglich
drei Farben zulegen muss. Theoretisch ja – praktisch nein. Erstens ist es recht
schwierig den gewünschten Farbton herzustellen (es gibt allerdings dafür
Tabellen) – zweitens leidet die Brillanz des Farbtones. Die Farben wirken durch
die Vermischung "verwaschen" und decken unter Umständen nicht so gut. Daher legt
man sich üblicherweise einen Satz der häufig verwendeten Farben zu und ermischt
sich den Rest der gewünschten Farbtöne nach Gefühl oder mit Hilfe einer
Tabelle.
Es gibt natürlich noch viele Effektfarben z.B. Gold- oder
Silberpulver zum Einrühren oder bereits fertig gemischt als Metallicfarbe -
weiterhin allerlei Hilfsmittel wie Spezialverdünner, Schnelltrockner, Härter und
Grundierungen. Informationen erhält man beim Händler oder aus der
Literatur.
Die Maltechnik
Die Airbrushmalerei erlaubt konturenfreies
Ineinanderfliessen von Farben und Farbdichten, sowie einheitliche Flächen. Sind
scharfe Konturen erwünscht, so wird dies mit der Anwendung von Schablonen
erreicht. Bei der Gestaltung einer Airbrusharbeit wird nach Bedarf auch das
Malen mit Pinsel eingesetzt, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen.
Prinzipiell
wird auf kurze Distanz die Farbe konzentrierter aufgetragen und auf größere
Distanz flächiger. Für den Anfänger sind spielerische Übungen auf Papier ratsam,
um die Reaktionen der Pistole kennen zu lernen und die eigene Fingerfertigkeit
zu trainieren. Es empfiehlt sich immer einen praktischen Airbrushkurs zu
besuchen! Im Web finden Sie in jeder Region Anbieter für Kurse dieser
Maltechnik.
Übungsbilder
Die übliche Art sich an eine Pistole oder Anlage zu
gewöhnen sind folgende:
- Endlosschleifen aus verschiedenen Distanzen mit
unterschiedlicher Luft/Farbmenge. Diese Übung für den Anfänger hat sich am
meisten bewährt.
- Punkte setzen an genau bestimmten Zielen.
- Linien in
verschieden Stärken möglichst so gerade und gleich stark, wie möglich zu
ziehen.
Tipps
(Ausnahmen gibt es immer!)
Kleine Flächen oder
Malen im Feinstbereich - hoher Luftdruck bis 2,5 - 3,0 bar
Grosse Flächen -
niedriger Luftdruck 1,5 - 2 bar
Malen von hell nach dunkel ist immer
vorteilhafter.
Airbrush ist eine Lasurmaltechnik, das heißt mehrere
Farbaufträge machen die Farben deckender.
Transparente Farben eigenen sich
besser für Farbverläufe.
Fehlerbilder
Bestimmte Fehler, die immer wieder auftauchen:
- Der
Sprühstrahl kommt unregelmäßig oder ist teilweise unterbrochen: Verschmutzung
der Düse oder anderer Stellen im Farbzulauf
- Punkten: Sprühstrahl reißt ab,
Strömungsverhalten nicht korrekt (unbearbeitete Asia-Importe), schlechte
Verarbeitung Düse, Düsenkappe, Düsennadel
- Griesliges Sprühbild: Zu wenig
Luftdruck oder -menge (Sprenkeleffekt)
- Farbe läuft weg: Zu hoher Luftdruck;
Farbe zu sehr verdünnt, zu viel oder zu nah am Malobjekt
- Schiefe Linie:
Nadel oder Düse defekt oder verschmutzt
- Nachziehender Punkt: Luftventil
defekt oder die Einstellung der Vorluft ist nicht korrekt
Für die
aufgeführten Anleitungen übernehmen wir keine Haftung! Weitere Hinweise
entnehmen Sie bitte den Anleitungen der Hersteller zu ihren jeweiligen
Produkten.
Ansonsten macht nur Übung einen Meister!



Vielen Dank für Ihre Wertung. Wenn Ihre Leserwertung unseren 