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Miniatur Portrait Ratgeber : eBay-Ratgeber

Schreiben Sie einen Ratgeber Ratgeber von: 3starseast ( 8038Bewertungspunktestand von 5,000 bis 9,999)  Top-100-Tester
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Ratgeber wurde 3667 Mal aufgerufen Schlagwörter: Portrait Miniatur | Portrait Miniaturen | Antike Bilder


Es gibt zwei Arten von Miniatur Kaeufern, diejenigen die huebsche dekorative Bilder suchen und ernsthafte Sammler (und natuerlich Haendler die beide Arten von Kaeufern beliefern).

Wenn Sie auf den Suche nach etwas Huebschem sind, wie z.B. nach einer herrschaftlichen Dame im Stile des 18ten Jahrhunderts, finden Sie jederzeit ein grosses Angebot . Uber 75% aller angebotenen Miniaturen, on-line, auf Boersen, Auktionen oder im Antikhandel, sind was man im Fachhandel als  "Dekorative Miniaturen" bezeichnet, masssenhergestellte Kopien von beruehmten Gemaelden (oder im Stil davon), hergestellt im fruehen 20ten Jahrhundert, meist in Studios in Deutschland, Frankreich und Italien. Fuer ein ungeuebtes Auge ist es oft nicht leicht zwischen Originalen und solchen Kopien zu unterscheiden.  Diese attraktiven Bilder, nun auch schon selbst Antiquitaeten, wurden nicht hergestellt um falsche Tatsachen vorzutaeuschen. Miniaturen waren damals modern, man dekorierte seine Wohnungen damit und kaufte sie auch gerne als Souveniers. Dekorative Miniaturen stellen meistens huebsche junge Damen dar, beruehmte Komponisten, historische Personen (Napoleon, Josephine), oder religioese Figuren (Heilige, Paebste). Viele dieser Miniaturen sind mit franzoesisch klingenden Namen "signiert". Die Qualitaet ist sehr unterschiedlich, einige sind sehr gut gemalt, andere nur schlecht uebermalte Fotos. Miniatur Sammler konzentrieren sich auf "echte" Miniaturen, Einzelstuecke "ad vivum" gemalt.

Was bezeichnet man als Portrait Miniatur?

Fast alle gemalten Miniaturen nicht groesser als ca. 15 cm, die den Kopf und die Schultern einer Person darstellen. Von ca. 1700 an verwendete man meist Wasserfarbe auf Bein, im 20ten Jahrundert oft einen Ersatzstoff "Ivorine", eine Art frueher Kunststoff. Die fruehesten Miniaturen die angeboten werden stammen von ungefaehr 1650 und wurden in Oel auf Kupfer gemalt, oder auf der Rueckseite von alten Spielkarten, spaeter auch auf Vellum (ein Papier aus Tierhaeuten). Miniaturen in Emaille (meist aus dem spaeten 18ten Jahrhundert) findet man selten, genauso wie Gemaelde auf Porzellan oder Marmor. Es gibt auch Miniaturen auf Papier, aber diese bilden meistens mehr vom Koerper des Dargestellten ab und werden nicht in den Begriff Miniaturen einbezogen. Das gilt auch fuer Portraits auf Leinwand und Holz, genauso wie fuer Silhouetten. Die meisten Miniaturen sind oval, das aenderte sich aber in der Mitte des 19ten Jahrhunderts, als sie mit Fotografien konkurrierten, dann wurden sie meist rechteckig im Format. Rund Miniaturen deuten auf eine franzoesische Herkunft hin. Groessenweise deutet ein kleines Format auf eine fruehe Entstehungszeit hin. 18te Jahrhundert Miniaturen wurden oft als Schmuckstuecke getragen. Spaetere Stuecke hing man an die Wand oder stellte sie auf den Schreibtisch. Als die Miniatur den Konkurrenzkapf mit der Fotografie verlor, im fruehen 20ten Jahrhundert, wurden Miniaturen oft mit einer fotografischen Grundlage hergestellt. Es ist oft schwrierig abzugrenzen was noch eine Miniatur ist oder schon ein uebermalets Foto.

Wie man zwischen "dekorativen" und "echten" Miniaturen unterscheiden kann

Als Sammler lernt man das recht schnell, hier sind aber ein paar Tips denen jeder folgen kann:

1. Schauen Sie sich die e-bay Angebote an. Sie wereden die gleichen Dargestellten immer wider finden, besonders junge Damen mit grossen Hueten oder Blumen im Haar, oft Kopien aus Koenig Ludwigs Schoenheitsgallerie. Man kann sie auch an ihren "Kussmuendchen" erkennen, entsprechend dem Schoenheitsideal des 19ten Jahrunderts, auch wenn die Dargestellten in 18ten Jahrhundert Kostuemen (gepudertes Haar etc) dargestellt wurden.

2. Die Rahmung. Viele dekorative Miniaturen wurden in Klaviertasten Rahmen angeboten. Damals recycelte man alte Klaviere und suchte nach einer Verwendungsmoeglichkeit fuer die Bein Tasten. Es wurden auch oft Schleifen Rahmen verwended. Man kann sagen, dass je aufwendiger und ansehnlicher die Rahmung ist, desdo warscheinlicher ist, dass die Miniatur nicht echt is. Alte Stuecke wurden meist in schlichten Rahmen angeboten, das Bild selbst war die Hauptsache.

Zustand

Das groesste Problem sind Risse oder Haarrisse im Bein. Sie sind nicht zu reparieren, noch nicht mal von einem guten Restaurateur. Gleiches gilt fuer gewellte Miniaturen. Abgeplatzte Farbe oder Rubbs lassen sich von einem Restaurateur beheben,. Das kostet aber oft mehr, als das Bild wert ist. Ich persoenlich akzeptiere Konditionsprobleme in meiner Sammlung, mir ist ein gutes Stueck mit einem Krack lieber, als ein durchschnittliches Portrait im guten Zustand fuer den gleichen Preis. Aber das ist Geschmackssache.

Preis

Man sollte annehmen, dass ein Original immer teurer ist, als eine Kopie, aber das ist nicht der Fall. Dekorative Miniatutren bringen oft mehr, als doppelt so alte Originale. Manchmal suchen Kaeufer speziell ein dekoratives Stueck, oder Haendler bieten (entweder mit Absicht oder aus Unwissenheit) ein 19tes Jahrhundert Stueck als ein 18tes Jarhundert Original an. Kaufer die nur nach huebschen Bildern suchen bevorzugen meist eine idialisierte junge Dame gegenueber dem Bild einer echten Person (die nicht unbedingt attraktiv oder jung war). Normalerweise verkaufen sich gute dekorative Miniaturen fuer um die 100 Euro. Echte Miniaturen bringen meist zwischen 70 und 400 Euros. richtig gute Stuecke koennen in die Tausende gehen, manchmal in die Zehntausende. Generell sind amerkianische Miniaturen teuerer als Europaeische. Signierte Stuecke, besonders von bekannten Malern bringen viel Geld. Wie mit vielen Antiquitaeten kommt es nicht so sehr auf das Alter an. Man bekommt oft  350 Jahre alte Oel auf Kupfer Miniaturen fuer weniger als eine schonene Jugenstiel Miniatur kostet. Der Startpreis ist auch kein Anhaltspunkt fuer den Wert. Oft bieten Haendeler dekorivave oder schlecht gemalte Stuecke zu Wahnsinnspreisen an. Oder gute Stuecke werden guesntig eingesetzt um Interesse zu erzeugen.

Warum Miniaturen Sammlen?

Ich persoenlich liebe18te und fruehe 19te Jahhundert Oel Portraits. Aber wieviele davon kann man in begrenzten Raeumlichkeiten aufhaengen? Miniaturen haben der Vorteil, dass sie "grosse Kunst" auf kleinem Format sind,  leicht auszustellen und zu versenden. Jede echte Miniatur ist ein Stueck Geschichte, der visualle Widerhall einer Person, ein Spiegel seiner Zeit. Manchmal kann man mit etwas Dedektiv Arbiet etwas ueber den Dargestellten herausfinden. Aber auch Portraits von annonymen Personen sind ein Fenster zur damaligen Mode und zur Lebensweise einer vergangenen Epoche. Wichtig ist auch, dass Miniaturen ein gutes Investment Potenzial haben. Viele der modernen und im Moment sehr teuren Sammelgebiete richten sich nur an eine Generation (die sich oft die Spielzeug ihrer Kindheit zurueck kauft) und werden die naechste Gerneration kaum ansprechen. Im Gegensatz dazu wurden originale Kunstwerke schon immer gesammelt, und das wird auch so weitergehen. Wie andere klassische Sammelgebiete, z.B. Silber, Meissen, antike Moebel.. gehen Miniaturen durch Tends, die ihren Wert beeinflussen. In meiner Meinung sind sie zuer Zeit noch weit unterbewertet.

Miniatur Gebiete.

Das Feld der Miniaturen ist gross, umfasst alles von 17ten Jarhundert Oel auf Kupfer bis zu 20ten Jahrhundert Bildern auf Ivorine. Die meisten Sammler spezialisieren sich. Einige sind nur inteesseirt  in moderen Miniaturen, andere in amerikanischen Stuecken, Kindern, oder huebschen Damen, Offizieren, signierten Miniaturen von bekannten Dargestellten....

Wo zu kaufen

Wenn Sie sich mit Wissen bewaffnet haben und sich ihre eigenen Meinung bilden koennen, (verlassen Sie sich nicht zu sehr auf die Angaben der Verkaeufer) ist e-bay der beste Platz Miniaturen zu kaufen. Wenn Sie Hilfe brauchen, und besonders wenn Sie viel Geld ausgeben moechte, so sind Sie bei den grossen Londonner Auktionshauesern am besten aufgehoben.

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Ueber die Autorin

Stefanie Deutsch sammelt Miniaturen seit ueber 10 Jahren. Sie ist von der Ausbilding her deutsche Volljuristin und  lebt seit 17 Jahren mit ihrer Familie in Vancouver, Kanada. Sie arbeitet zur Zeit an einem Buch ueber Miniaturen und ist Autorin von zwei Buechern ueber Barbie Puppen ("Barbie", erschienen im Battenberg Verlag und "Barbie, The First 30 Years", Collector Books, die dritte Ausgabe erscheint Ende diesen Jahres). Stefanie freut sich ueber Kontakt zu anderen Samllern, auch Neuanfaengern.


Ratgeber-Nr.: 10000000005360414Ratgeber erstellt am: 03.02.08 (aktualisiert 20.11.10)

 
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