Recht beliebt bei den Fälschern von Sammlermünzen sind auch Verfälschungen billiger, häufig vorkommender Stücke zu raren und damit teuren Varianten. Die Manipulation des silbernen 5-DM-Stückes 1958 mit dem Münzzeichen D in das Münzzeichen J ist ein Beispiel, die Änderung der Jahreszahl 1949 in 1950 der 50-Pfennig-Münze "Bank deutscher Länder" ein anderes. In beiden Fällen wird dabei die Beschriftung durch Tieferlegung des Münzgrundes entfernt und die gewünschten neuen Schriftzeichen oder Zahlen in dem nur wenige Hundertstel Millimeter vertieften Münzbild ausgeschabt. Bei der zuletzt genannten Umlaufmünze kommen auch viele Fälschungen vor, bei denen durch Halbieren je eines Stückes "Bundesrepublik Deutschland" 1950 und "Bank deutscher Länder" 1949 die Bildseite der ersten und die Wertseite der zweiten Münze zusammengesetzt, oftmals gelötet, werden.
Gerissene Betrüger versuchen aber auch, Münzen zu fabrizieren, die es nie gegeben hat und sie dann als Raritäten zu verkaufen. Beliebt ist hier ebenfalls das 50-Pfennigstück, das ab dem Prägejahr 1972 ohne Riffelrand hergestellt wurde. Hier werden nun in diese Münzen mit glattem Rand künstliche Riffelungen eingearbeitet, um eine eine Prägung auf falscher, nämlich alter Ronde vor 1972 zu simulieren.



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