Hauptinhalt anzeigen
Beliebte Produkte
Keine Vorschläge.

PayPal - willkürliche Kontensperrung : eBay-Ratgeber

Schreiben Sie einen Ratgeber Ratgeber von: drahnreb88 ( 44Bewertungspunktestand von 10 bis 49)  Top-5000-Tester
140 von 148 Lesern fanden diesen Ratgeber hilfreich.
Ratgeber wurde 6757 Mal aufgerufen Schlagwörter: PayPal | Businesskonto | Sperrung | Einbehaltung | Betrug


7.3 Schließen von Konten und Einschränken des Kontozugriffs.
 Nach eigenem Ermessen behalten wir uns vor, Konten jederzeit zu schließen, sofern dies angebracht ist (einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Fälle, in denen ein Vertragsbruch Ihrerseits vorliegt), nach einer an den Nutzer gerichteten Kündigung und Auszahlung aller unbeschränkten, in diesem Nutzerkonto verwahrten Gelder. Wir behalten uns ebenfalls das Recht vor, den Zugriff auf Konten und auf beliebige oder alle Kontofunktionen einzuschränken, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf die Funktionen Geld vom Konto senden oder abbuchen zu können. Die Einschränkungen gelten nur für den Anteil Ihres Guthabens, das direkt mit Ihrer Vertragsverletzung oder versuchten Verletzung Ihrer Pflichten in Zusammenhang steht.

Der zitierte Absatz aus den PayPal-AGB wird, so widersinnig er auch erscheint, tatsächlich in die Tat umgesetzt, wie ich am 30. November am eigenen Leib (bzw. Konto) erfahren musste. Aufgrund meiner Auktionen von Wii-Spielen erhielt ich, ein Privatverkäufer, auf mein verifiziertes PayPal-Premiumkonto innerhalb einer Woche zwei Überweisungen über jeweils 318€, sowie eine Überweisung über 299€. Das war Grund genug für PayPal, den Zugriff auf das Konto einzuschränken und die erneute Verifizierung meiner Bankverbindung, die Verifizierung meiner Adresse, die Anmeldung als Unternehmen(!) und das Hochstufen meines Kontos auf ein Business-Konto(!!), ebenso wie das Zusenden der Versandbelege für die drei Transaktionen zu fordern! Wer des lateinischen Alphabetes mächtig ist, wird sicherlich erkennen können, dass ich die Versandbelege erst am 8. Dezember haben kann und wer bei PayPal arbeitet wird sicherlich auch wissen, dass es bei Ebay üblich ist, das ein Verkäufer sein Geld vor dem Versand der Ware erhält.
Bei einer telefonischen Nachfrage (01805...) brachte ich in Erfahrung, dass PayPal ein Script anwendet, dessen Aufgabe darin besteht, "verdächtige Kontenbewegungen" aufzunehmen und die entsprechenden Konten selbstständig zu sperren, das heißt bei PayPal entscheiden ein paar Zeilen Code über Sperrung oder Nichtsperrung von Kundenkonten!

Da auf meinem PayPal-Konto Kundenzahlungen von insgesamt 935.00€ eingefroren sind, sendete ich PayPal eine Kopie meines Personalausweises und eine Erklärung, welche besagt, dass ich die Versandbelege zu diesem Zeitpunkt nicht haben kann, zu. Sämtliche Dokumente möchte PayPal per Fax, das offenbar für Fälschungssicher gehalten wird, an eine weitere 01805-Nummer gesendet haben.

Es ist nachvollziehbar, dass PayPal (Englisch für Bezahlkumpel) seine Dienste so sicher wie möglich halten möchte, doch ist es notwendig, zahlende Kunden wie Schwerverbrecher zu behandeln, wenn keine Anzeige, ja nicht einmal eine Beschwerde von Käufern vorliegt? Mit der Forderung nach Offenlegung der Bezugsquellen wendet PayPal Methoden an, wie sie eigentlich nur der Staatsanwaltschaft zustehen - ganz abgesehen davon, dass ich als Privatperson gezwungen wurde, die Daten meines (nicht vorhandenen) Unternehmens einzugeben, woraufhin mein Premiumkonto automatisch zu einem kostenpflichtigen Businesskonto hochgestuft wurde.

Ich habe meine Kunden, von denen glücklicherweise nur drei per PayPal bezahlt haben, inzwischen gebeten, ihre gezahlten Beträge zurückzufordern, da die Entsperrung meines Accounts durch das serviceorientierte Unternehmen PayPal sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Dazu muss jeder Käufer eine Beschwerde einreichen und diese nachträglich autorisieren. Außerdem muss ich als Verkäufer per e-mail an PayPal und im "Konfliktlösungscenter" die Rückzahlung des Betrages bestätigen. Das sieht im Moment so aus, dass PayPal 935.00€ einbehält, mein Saldo -341.00€ beträgt und die Rückbuchungen der von meinen Kunden gezahlten Beträge als "Nicht genehmigt" und "Vorübergehende Einbehaltung" angezeigt werden.

Kurzum: PayPal gibt sein Bestes, um eventuelle geschäftliche Ambitionen seiner Kunden zu unterbinden: Hätten sich nicht zwei der drei Käufer, die über PayPal bezahlt haben, bereit erklärt, die Summe erneut auf mein Bankkonto zu überweisen, wäre eine pünktliche Lieferung nicht möglich gewesen - das dafür nötige Geld wird von PayPal zurückgehalten.

Und die Moral von der Geschicht': Vertraue diesen Briten nicht! (Diesen, diesen, man beachte das DIESEN!)
Sobald alle meine Kunden ihr Geld zurückerhalten haben, werde ich meine PayPal-Mitgliedschaft beenden. Es existiert im Internet eine schon recht populäre Alternative zu PayPal, deren Name und Link ebenso wie Illustrationen zu diesem Ratgeber auf meiner Ebay mich-Seite vermerkt sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen etwas, das Sie für Ihren Umgang mit PayPal benötigen werden:
Viel Glück!

Ratgeber-Nr.: 10000000002406104Ratgeber erstellt am: 01.12.06 (aktualisiert 31.08.11)

 
Fanden Sie diesen Ratgeber hilfreich? Diesen Ratgeber melden

Teilen Sie mit anderen Mitgliedern Ihr Wissen! Schreiben Sie einen Ratgeber


Verwandte Schlagwörter: Sperrung | Businesskonto | PayPal | Einbehaltung | Betrug

 


eBay Einkaufstipps | eBay Motors | eBay Shops | Häufige Suchvorgänge
eBay Business | Kijiji | mobile.de | Paypal | Shopping.com | Skype | Belgien | China | Frankreich | Großbritannien | Italien | Österreich | Polen | Schweiz | Spanien | USA