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Verkaufen nach Amerika will gut überlegt sein! : eBay-Ratgeber

Schreiben Sie einen Ratgeber Ratgeber von: dietrichschwarz ( 4305Bewertungspunktestand von 1000 bis 4,999)  Top-1000-Tester
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Ratgeber wurde 11918 Mal aufgerufen Schlagwörter: unversicherter Versand | Amerika Betrüger Abzocker | Paypal Geld | DVD Back to the future | Post DHL Hermes


Wie immer bei meinen Ratgebern war auch hier wieder eine negative Erfahrung der auschlaggebende Punkt.

Ich habe zwei Sachen versteigert, die jeweils ein Amerikaner ersteigert hat.

Der erste Fall:

Verkauft wurde ein Miniatur Hoverboard (Film Prop aus Zurück in die Zukunft II) für 31 $
Dem Käufer wurde von meinerseite angeboten entweder unversicherter Versand für 13 $ oder versicherter Versand für 25 $.
Der Käufer wählte die unversicherte Variante. Bis er (zwei Tage vor Ende der Auktion erst angemeldet) den Artikel bezahlte vergingen 3 Wochen. Dann ging alles schnell. Er bezahlte mit seiner Kreditkarte über Paypal.
Am Tag des Geldeinganges verschickte ich den Artikel als unversicherten Brief für 8 Euro.
Zwei Wochen später bekomme ich dann von Paypal die Mitteilung, dass der Käufer seine Zahlung über das Kreditkarteninstitut zurückgezogen hat und die Klärung meinerseits von Nöten wäre.
Keine Mitteiulung des Käufers, wo denn der Artikel bleibt, ob ich ihn verschickt hätte, ob ich vielleicht doch eine Sendungs-ID hätte...

Was soll ich sagen?!
Ich versicherte Paypal, dass der Versand auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers unversichert erfolgte und ich schliesslich nicht für verloren gegangene Sendungen haftbar gemacht werden kann.
Da ich schliesslich keine Sendungs-Id hatte, schickte ich Paypal den Kassenzettel von der Post, der ja schliesslich belegte, dass ich einen Brief nach Amerika verschickte.
Ausserdem wies ich auf das zu dem Zeitpunkt negative (-1) Bewertungsprofil des Käufers hin.
Zudem fragte ich auf der Post nach Laufzeiten für Briefe nach Amerika nach und bekam die Antwort, dass das schon mal bis zu 3 Monate dauern kann!

Das Ende?
Heute bekam ich die Mitteilung von Paypal, dass ich der Depp bin und der amerikanische Betrüger gewonnen hat.
Als Begründung bekam ich folgende Aussage von Paypal:"
- Wir haben keine Nachverfolgungsinformationen erhalten.
- Die Transaktion wurde nicht als "durch den Verkäuferschutz abgedeckt" markiert."

Ich bin um eine Erfahrung reicher und um weit über 50 Euro ärmer. Ich habe die Einstellgebühr und die Verkaufsprovision bei Ebay bezahlt, die Buchungsgebühr auf mein Paypalkonto, das Verpackungsmaterial des Briefes, die Portokosten des Briefes nach Amerika, das Hoverboard ist schliesslich auch weg  (hat wohl der Ami und lacht sich ins Fäustchen!) und schliesslich noch die Rückbuchungsgebühr von Paypal und die Rückbuchungsgebühr des Kreditkarteninstitutes!
Paypal hat keine meiner Mails interessiert. Das einzige was die da interessiert sind Tracking Numbers!!!


Der zweite Fall:

Verkauft wurde eine original Krups Coffina 223 Kaffeemühle (wurde in Zurück in die Zukunft als Mr. Fusion auf dem DeLorean verbaut).
Die wurde ebenfalls von einer Amerikanerin ersteigert für 76 $
Auch hier konnte der Käufer wieder zwischen versichertem und unversichertem Versand wählen. Natürlich wurde auch hier der unversicherte Versand genommen. (20 $)
Hier wurde der Fall Paypal direkt gemeldet. Unstimmigkeit wegen eines nicht erhaltenen Artikels.
Ich wurde beschimpft, gut dass ich nicht alles verstanden habe! In der Schule lernt man schliesslich nicht die Schimpfworte...

Auch in diesem Fall versicherte ich Paypal, dass der Versand auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers unversichert erfolgte und ich schliesslich nicht für verloren gegangene Sendungen haftbar gemacht werden kann.
Da ich schliesslich keine Sendungs-Id hatte, schickte ich ebenfalls den Kassenzettel von der Post an Paypal , der ja schliesslich belegte, dass ich ein Päckchen nach Amerika verschickte.

Das Ergebnis ist das gleiche.
Ich muss wieder dafür bezahlen, dass Amerikaner Deutsche übers Ohr hauen!
Die gleichen Gebühren, nur, dass hier der Artikel wesentlich teurer ist, als im anderen Fall.
Ach ja, die Begründung lautet auch, dass ich keinen Versandbeleg herbeischaffen kann!
Im Grunde bekam ich den Rat mich bei der Bewertung nicht von meinen Gefühlen leiten lassen! Schliesslich wäre die Entscheidung eine gütliche Einigung, so Paypal. ("Dieser Fall wurde gütlich gelöst. Bitte denken Sie bei Ihrer Bewertung des Käufers daran.")
Unter gütlich verstehe ich etwas anderes. Den Betrag zwischen den Parteien teilen oder so.

Ich werde also in beiden Fällen für unversicherten Versand haftbar gemacht. Soweit ich mich erinnern kann bin ich als privater Verkäufer nicht dafür haftbar zu machen. Steht das nicht in den eBay AGB und im neuesten eBay Magazin?

Fazit:

Wenn Sie etwas ins Ausland verkaufen und Paypal-Zahlungen akzeptieren, verschicken sie um Himmels Willen nur versichert!!! Bitte beherzigen Sie meinen Ratschlag!
Seien Sie bei amerikanischen Käufern extrem skeptisch!

Ich jedenfalls werde nun mein Paypal Konto ausgleichen müssen (immerhin 120 Euro an einem Tag!) und danach werde ich es löschen. Für mich ist das Thema Paypal durch!

Mit den besten Wünschen für ehrliche Käufer

dietrichschwarz


Ratgeber-Nr.: 10000000004302533Ratgeber erstellt am: 05.09.07 (aktualisiert 05.02.12)

 
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