Versandkosten Ausland aus Käufersicht
Als Sammlerin von Blechdosen möchte ich hier, als Ergebnis meiner Erfahrungen der letzten Monate, einen kleinen Ratgeber zum Thema Auslands-Versandkosten schreiben.Nachdem ich PayPal als Zahlungsmethode entdeckt habe, stand mir die internationale Ebay-Welt offen. Zumeist lassen sich solche Dosen, wie ich sie sammel, in England oder den USA finden. Dabei spielen natürlich die Versandkosten eine entscheidende Rolle.
Der Ratgeber bezieht sich in erster Linie natürlich auf mein Sammelgebiet. Dies sollte man insofern berücksichtigen, da solche Artikel nach Gewicht und Größe zumeist noch in die Kategorie Brief und Päckchen fallen und selten als Paket verschickt werden müssen.
England
Erstaunt war ich von Beginn an über die annehmbaren Preise der Royal Mail. Die Versandkosten liegen zwischen 1,25 und 5 GBP. Wenn man dann im Vergleich dazu einen Blick auf die landeseigenen Versandkosten für Päckchen oder Pakete ins Ausland riskiert, laden die englischen Seiten geradezu zum Stöbern und Kaufen ein.Um mich vor bösen Überraschungen zu schützen, frage ich grundsätzlich vorher nach den anfallenden Gebühren. Vor kurzem habe ich es dann einmal ausnahmsweise vergessen und wurde prompt bestraft. Sage und schreibe 10 GBP hatte ich nur für Verpackung und Versand gezahlt, um dann eine Ware als Brief versendet in der Hand zu halten, auf der gerade mal 1,47 GBP abgestempelt waren. Beim Verkäufer freundlich nachgefragt, wie dies zu erklären sei, warte ich bis heute auf eine Antwort und spiele mit dem Gedanken zum ersten Mal kein positives Feedback dafür zu hinterlassen.
Frankreich, Belgien, Niederlande & Italien
Die französischen Versandkosten entsprechen weitesgehend den unseren. Anscheinend gab es dort vor kurzem eine Preiserhöhung für Versandkosten ins Ausland.Ein Päckchen aus Belgien hingegen ist schon für 4 - 5 € zu haben. Mit solchem Wissen bin ich jetzt schon einige Male gut gerüstet gewesen. Ein Beispiel: Ein neuer Verkäufer aus Belgien schrieb mir, das das Päckchen gut 30 € kosten würde, woraufhin ich entsetzt zurück schrieb, das das gar nicht sein kann und ich entsprechende Beispiele anbrachte. Die gute Frau ließ sich erweichen, beim Postamt nachzufragen und siehe da: Mit knapp 5 € lag das Angebot wieder im grünen Bereich.
Eine ähnliches Erlebnis hatte ich auch mit jemanden aus Italien. Leider hat sie erst im Nachhinein ihren Fehler eingesehen, als das Angebot schon beendet war.
Für Päckchen aus den Niederlanden habe ich bis dato auch um die 5 € bezahlt. Als Dienstleister gibt es dort übrigens auch Hermes (wohingegen bei Hermes Deutschland ja explizit steht: Versand innerhalb Deutschlands).
USA
Kommen wir zu den amerikanischen Preisen. Nun ja - da eine Flaschenpost bekanntlich zu lange braucht und nicht ganz den Anforderungen an eine Verpackung für Blechdosen entspricht, kommt also nur Luftpost in Frage. Wenn man Glück hat, geht der Artikel noch als Briefsendung durch, die dann ca. 5 - 10 USD kosten. Für Päckchen zahlt man Versandpreise von 13 - 17 USD, wobei das für mich dann schon meistens nicht mehr zur Debatte steht und für Pakete lohnen sich die veranschlagten Kosten von 28+ nur noch in absoluten Ausnahmefällen.Als Tipp kann ich nur immer wieder empfehlen, vorher nach den Versandkosten und weitere eventuell anfallende Gebühren (in den USA sehr verbreitet) fragen und sobald man Vergleichszahlen hat (wozu ja auch dieser Ratgeber gedacht ist) ruhig einmal nachfragen, ob es preiswerte Alternativen gibt.
Ratgeber erstellt am: 20.03.06 (aktualisiert 28.07.09)


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